Ssama (Uganda)

Ssama (Uganda)

Das Projekt:


Gemeinsam mit Father Edward arbeiten wir in diesem Jahr an dem Ziel, in Ssama (Uganda) den Grundschul-Campus fertig zu stellen. Das Projekt besteht momentan aus einem Kindergarten, der Ssama Primary School (Grundschule bis Klasse 7) mit angeschlossenem Internat, Büro und Aula, sowie Gebäude zur Unterbringung der Lehrer und einer Kirche. Seit Jahren betreuen neben vielen privaten Sponsoren, die Pfarrgemeinde St. Pankratius Dingden und vor Allem der im Januar 2016 verstorbene Pastor Josef Hildebrand, dieses Projekt. Die Pro Campesinos konnten Father Edward bereits mit über 40.000,00 € unterstützen.


In diesem Jahr möchten wir den Campus fertigstellen. Dazu sind die Errichtung von Schlafräumen für die Internatsbesucher, Fischteichen, einer Sportanlage, einer neuen Küche, sowie die Erneuerung der baufälligen Sanitäranlagen und das Rohrleitungssystem geplant.

 

 

Geographische und politische Lage:


Ssama liegt 50 km südwestlich von Kampala, der Hauptstadt von Uganda in Ostafrika. Durch die Provinz Kasozi führt die Masaka Road von Kampala nach Masaka. In Kammengo biegt eine kleine Lehmstraße nach Butolo ab, die am Victoriasee endet. 17 km südlich von Butolo und 6 km vor einem kleinen Anleger des Victoriasees, reihen sich an die hundert Blechhütten und Lehmhäuser an dieser Lehmstraße, wie die Perlen an einer Kette. Dieser Landstrich heißt Ssama.
Durch Unruhen und Bürgerkriege in Uganda und Kriege mit den benachbarten Ländern und ethnischen Gruppen, sowie der Prostitution und Verbreitung der HI-Viren sank das Durchschnittsalter in Uganda. Über 50 % der Bevölkerung waren 2008 unter 14 Jahre, in Deutschland dagegen nur 12%.
Die Solidarität der landwirtschaftlich lebenden Bevölkerung, aber auch die politische Entwicklung im Land, führt dazu, dass das Land eine Chance bekommen sollte. Die nächtlichen Übergriffe und Schießereien von Militär oder Kämpfe zwischen ethnischen Gruppen legen sich allmählich. Mittlerweile kann man nachts wieder aus dem Haus gehen, ohne direkt in eine Schießerei zu gelangen.

 

 

Wie alles begann:


Father Edward kaufte in Ssama mit Hilfe der Pro Campesinos ein Grundstück zur Errichtung einer Schule. Im ersten Jahr spielten die 30 Kinder, die aus der näheren Umgebung stammten, unter einem Baum. Einige Trommeln und andere Musikinstrumente trugen das Pro Campesinos Logo. Nicht nur die gute pädagogische Arbeit der Erzieher sprach sichschnell herum, sondern auch die Verpflegung und ärztliche Versorgung waren es,  sich Kinder aus bis zu 7 km Entfernung schon früh morgens auf den Weg durch die Savanne und die Wildnis machten, um zu Father Edward zu kommen. Nach dem Bau einer Schule und der Kirche wurde der Platz in Ssama zu einem familienfreundlichen, friedlicheren Ort. Lange Jahre der Pionierarbeit folgten, so wurden Projekte angestoßen, um Landwirtschaft zu erlernen. Fischteiche mit Tilapiafischen, später mit Welsen. Viehzucht und der Getreideanbau. Einheimische Pflanzen wurden angebaut und die Menschen geschult zur Kultivierung der Flächen und der Erosion des Landes vorzubeugen. Der Wasserbevorratung gilt ein besonderes Augenmerk, da stellenweise die Regenzeit in Uganda ganz aussetzt.

 

 

Wie es weiter geht:


Die vielen Bemühungen haben sich bezahlt gemacht und das Schulprojekt in Ssama hat sich bereits etabliert. Die Regierung finanziert teilweise die Gehälter der Lehrer, viele Eltern können den Kindern das Schulgeld und die Schuluniform zahlen und der Campus wächst weiter. Mittlerweile werden 500 Kinder in der Ssama Primary School unterrichtet und 90 Kinder sind im Kindergarten untergebracht. Auch die Weiterführung des Projektes ist gesichert. Steven, ein ehemaliger Schüler Father Edwards, hat es durch Sponsoring aus Dingden geschafft, das Studium als Priester zu absolvieren und arbeitet jetzt im Projekt als rechte Hand von Father Edward. Damit die Kindergartenkinder den Betrieb der Schüler nicht stören, möchten wir einen Spielplatz und eine Sportanlage im hinteren Bereich des Geländes aufbauen. An der Grundstücksgrenze sollen Fischteiche entstehen, kleine Mustergärten betrieben und Bäume gepflanzt werden.


Zwei Gebäude für die Internatsbesucher werden gebaut. So bekommen sie eigene Schlafräume, damit sie nicht mehr in den Klassen übernachten müssen. Die Küche ist bei den steigenden Schülerzahlen nicht mitgewachsen und bekommt zu den neuen Geräten ein
Dach, Wände und einen Boden. Die maroden Sanitäranlagen müssen erneuert und das Wasserleitungsnetz zu den Zisternen gebaut werden. Im Oktober 2016 wurde das Projekt erneut vor Ort besucht. Einzelne Schritte zur Realisierung wurden besprochen, Fotos und Pläne vom Projektzustand gemacht und mit den Verantwortlichen die Einhaltung der deutschen Buchführung erörtert. Die Gesamtkosten für die Errichtung von Schlafräumen, Fischteichen, Sportanlage, Küche, sowie die Erneuerung der baufälligen Sanitär- und Rohrleitungsanlagen werden auf ca. 60 Millionen UGX (Uganda-Schilling) geschätzt, das sind ca. 15.500,00 EUR.

 

 

Was können Sie tun?

 

Mit Ihrer Hilfe möchten wir das Projekt Ein Campus für Ssama in 2017 weiter führen. Ihre Spende oder Mitgliedschaft im Verein ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Ziele. Durch unsere ehrenamtliche Arbeit kommt jeder Cent, den Sie spenden, auch bei den Kindern an. Das können wir Ihnen versichern, da wir auch vor Ort mit Priestern und Missionaren arbeiten.

Bitte helfen Sie den Kindern, packen Sie mit an und unterstützen Sie uns bei:

Ein Campus für Ssama.

 

 

Unser Motto lautet daher:


„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.“

© 2017 Pro Campesinos